Verarbeitung

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Anmischen und Auftragen

 

Der gesamte Inhalt eines oder mehrerer Gebinde wird mit der angegebenen Wassermenge (ca. 7-8 Liter pro Gebinde) in einem geeignet grossen Gefäss (z.B. sauberer Mörtelkübel) vermischt. Benutzen Sie bitte nur kaltes bis lauwarmes Wasser, da zu heisses Wasser das Bindemittel und somit die Haftfähigkeit des Materials zerstört. Bei grösseren zu verarbeitenden Mengen, sollten direkt mehrere Gebinde (4-6 Stk.) auf einmal angerührt werden, je nach Grösse des verwendeten Mischgefässes. Das spart Zeit, da man sonst für jedes einzeln angerührte Gebinde noch die entsprechende Mindestquellzeit (ca.15-20min.) einhalten müsste.
Zum Vermischen keine elektrischen Rührgeräte (z.B. Bohrmaschinenquirl) verwenden, da diese die Materialstruktur zerstören können. Lediglich mit den Händen erzielt man das beste Mischergebnis (Hinweis: Das Material ist frei von Giftstoffen):

Nach dem Anmischen das Material mindestens 15-20min. quellen lassen. Längeres einweichen ist kein Problem. Das Material kann bis zu 5 Tagen angerührt im Mischgefäss verbleiben. Sollte sich auf dem Material eine trockene Kruste bilden, geben Sie einfach etwas Wasser hinzu welches die Kruste wieder aufweicht oder mischen Sie neues Material bei.
Mit einem Kunststoffglätter (Blattstärke 2,0mm) oder nach neuesten Erkenntnissen auch mit einer „venezianischen Glättekelle“ wird das Material auf die vorgesehene Wand- oder Deckenfläche aufgetragen. Dabei ist zu beachten, das der Glättspachtel möglichst parallel zur Wandfläche geführt wird und nicht verkantet. In länglichen Bewegungen (auf keinen Fall kreisförmig, wie z. B. bei Reibeputz üblich) wird das Material nahtlos und mit leichter Hand aufgetragen.
Bei einer Beschichtungsstärke von ca. 1,0-3,0mm (abhängig vom jeweiligen Dekor), reicht der Gebindeinhalt für ca. 3,5qm Fläche aus und bildet eine ideale wärmedämmende, feuchtigkeitsregulierende und schallschluckende Dekorbeschichtung für alle Wand- und Deckenflächen. Wenn alle Flächen beschichtet sind ist es wichtig in den Räumen für aus- reichend Durchlüftung zu sorgen, damit das Material schnell abtrocknen kann. Im Sommer Fenster und Türen öffnen, im Winter gut heizen und öfter am Tag stosslüften. Falls vorhanden, können auf jeden Fall Standventilatoren aufgestellt werden, diese sorgen für Zugluft und beschleunigen die Trocknung erheblich (Fön-Prinzip).

 

Natürlich lassen sich die meisten Materialien auch mit der Spritzpistole auftragen. Die Vorbereitung der Wandflächen und das Anrühren des Materials sind identisch mit der Verarbeitung im Glättverfahren, geben Sie lediglich etwa 10-15% mehr Wasser beim anmischen hinzu, damit das Material etwas dünnflüssiger wird und somit besser durch die Spritzdüsen der Pistole sprüht. Beachten Sie bitte, das hierbei die Oberflächenstruktur des Materials erheblich grobstrukturierter wird. Wir empfehlen den Spritzauftrag in 2-3 Arbeitsgängen durchzuführen, da bei einem 1-maligen Auftrag in der Regel keine ausreichende und gleichmässige Flächendeckung gegeben ist.

 


 

Verarbeitungshinweise

 

1.) Vorbereitung der Wand- und Deckenflächen (Grundierung).

 

(Grafik anklicken zum vergrößern)   

 

2.) Auftragen der Flüssigtapete (Verarbeitung mit dem Glättspachtel).

 

(Grafik anklicken zum vergrößern)   

 


 

Wie repariere ich Beschädigungen?

Reparaturen

 

 

In unserem Beispiel wird die Tapete durch die scharfe Stuhlkante beschädigt, aber kein Problem...

Eine der besonderen Materialeigenschaften ist die Reparaturfähigkeit der Flüssigtapete. Sollte einmal ein Kratzer oder Riss in der fertigen Beschichtung entstanden sein, ist diese Beschädigung jederzeit (auch nach vielen Jahren) ausbesserbar.
(Um den Riss (roter Pfeil) besser zu erkennen, Bild per Klick vergrössern)

 

 

...mit dem Wassersprüher lässt sich das Umfeld des Kratzers nass einweichen, um anschliessend...

Mit einer wassergefüllten Sprühflasche (Blumensprüher) wird die Flüssigtapete/ Wandbeschichtung im Umfeld der Beschädigung (ca. 5-10cm Radius), nass eingeweicht. Das Material muss wieder eine normale Verarbeitungs-Konsistenz erhalten (Probe: mit dem Finger muss sich die Beschichtung leicht eindrücken und verschieben lassen).

 

 

...mit der Glättekelle die aufgerissene Stelle wieder zu schließen.

Anschliessend wird mit dem Kunststoffglätter die beschädigte Stelle verspachtelt (die aufgerissenen Fasern werden wieder miteinander verbunden).

 

 

Die beschädigte Stelle ist nun geschlossen...

Die beschädigte Stelle ist jetzt wieder völlig geschlossen und muss nur noch abtrocknen.

 

 

...Fertig. Der Kratzer ist weg.

In den meisten Fällen bleiben hinterher keinerlei Ausbesserungsspuren zurück (abhängig vom Nikotin-Befall und Alter der Beschichtung). Bei stark nikotinverräucherten Oberflächen, können leichte Ränder zurückbleiben. Dies muss aber nicht zwangsläufig sein und ist auch von Dekor zu Dekor unterschiedlich.

 

 


 

Jahre Später...

 

Natürlich stellt sich auch bei unseren textilen Flüssigtapeten/ Wandbeschichtungen die Frage, was im späteren Renovierungsfall zu tun ist. Hier bieten sich gleich 3 verschiedene Möglichkeiten:

 

1.) Überstreichen

Im Fall der "Schnellrenovierung" lassen sich unsere Materialien mit jeder herkömmlichen Wand- oder Dispersionsfarbe überstreichen. Zwar sind die Effekte (falls in der Wand vorhanden) dann ebenfalls überstrichen und nicht mehr sichtbar, aber die vorgegebene Grundstruktur des Dekors bleibt erhalten.

 

2.) Überarbeiten

Sie können Ihre Flüssgtapete/Wandbeschichtung jederzeit mit einem neuen Dekor aus unserer Kollektion überarbeiten. Grundvoraussetzung ist hierbei, das die alte Beschichtung nicht Nikotin verräuchert ist, da ansonsten gelbliche Verfärbungen in dem neuen Dekor entstehen. Auch sollte man grundsätzlich nur ein dunkleres Dekor über ein helleres auftragen, oder zumindest sollten die Farbtöne von der Helligkeit ähnlich sein (z.B. soll ein auf der Wand vorhandenes schwarzes Dekor mit einem reinweissen Dekor überarbeitet werden, wird voraussichtlich nicht der gewollte Original-Weiss-Ton dabei entstehen, da der schwarze Untergund leicht durchschimmert und das Weiss eher grau aussehen lässt. Im umgekehrten Fall (Schwarz auf vorhandenes Weiss) gibt es keine Probleme.

 

3.) Entfernen

Und natürlich kann ich die Flüssigtapete/Wandbeschichtung jederzeit auch wieder entfernen. Einfach einen Blumensprüher mit Wasser füllen und die vorgesehene Wand- oder Deckenfläche 2-3x nass einsprühen, bis sich das Material auf der Fläche mit dem Finger liecht eindrücken und verschieben lässt. Dann nur noch mit dem Glättspachtel von der Wand abschieben, fertig.
Oder, noch einfacher lässt sich das Material mit einem "Dampf-Tapetenablöser" entfernen, z. B. "Speedy Vap" von Lehnartz.

Aber bis dahin, werden Sie sich viele Jahre lang erfreuen an flüssigtapete24 Wand- und Deckenbeschichtungen, nahtlos, creativ und anspruchsvoll in einem Arbeitsgang...